Mittwoch, 26. April 2017

Andere Sorgen

Während wir mit Freude die Taschen packen, um morgen Abend pünktlich in Astrachan zu sein, hat eine unserer jungen Familien ganz andere Sorgen: Sie wohnen in einem abgelegenen Dorf. Wir konnten ihnen vor einiger Zeit eine Kuh vermittelt. "Eine Kuh für Marx" hilft vielen. Nachdem diese vor kurzem gekalbt hat, ist sie am Euter erkrankt und kann ihr Kalb nicht ernähren. Den Tierarzt hatten sie letzte Woche gerufen. Er kam nicht und antwortete nur am Telefon: "Schlachten." Die Mutter betet mit den Kindern, dass die Kuh wieder gesund wird. Ist sie doch ein großer Teil der Lebensgrundlage für die Familie.  

Dienstag, 25. April 2017

Zwischenspiel Saratow

Seit ich bei meinen Reisen in die Gemeinden nicht mehr so oft selbst fotografiere, bitte ich jeweils dort, dass man mir anschließend ein paar Bilder zuschickt. Heute kamen welche vom Sonntag aus Sotschi. Auch Briefe kamen an, aus denen österliche Freude klang. 
In Saratow sind wir beim Endspurt vor der Abfahrt zur Pastoralkonferenz, der neunzehnten in Südrussland. Weil es bis Astrachan an die 900 km sind und das Auto voll ist, gehören wir zu denen, die erst am Nachmittag abfahren, aber dann in Wolgograd übernachten. Wie ich gerade hörte, hatten andere die gleiche Idee. 30 provisorische Betten sind deshalb im ehemaligen Stalingrad schon für Durchreisende hergerichtet.

Montag, 24. April 2017

Etwas mehr unterwegs als zu Hause

Wenn es einen Direktflug gäbe, wären es zwei Stunden von Sotschi nach Saratow, so aber brauchte ich für den Heimweg, wie gewöhnlich, nachdem ich eine Pfarrei besuchte, einen ganzen Tag. Ich erreichte Saratow kurz vor Sonnenuntergang. So kann man sich vorstellen, dass ich bei zwei Tagen in der Gemeinde und zwei Tagen unterwegs, mehr als eine halbe Woche abwesend bin und dass mir nur drei Tage für's Büro bleiben. So wäre es jedenfalls, wenn ich jedes Wochenende eine Pfarrei besuchen würde. Diesmal sind es nur anderthalb Tage bis zur nächsten Reise. Mittwoch Mittag fahren wir nach Astrachan ab, wo Donnerstagabend die diesjährige Pastoralkonferenz unseres Bistums beginnt. Über 100 Teilnehmer haben sich angemeldet.

Sonntag, 23. April 2017

Weißer Sonntag am Schwarzen Meer


Er wird auch Barmherzigkeitssonntag genannt, der 2. Ostersonntag, bzw. der Weiße Sonntag. Ich feierte ihn zuerst mit der Gemeinde in Sotschi, dann mit den Gläubigen in Adler. Dort haben uns die Kinder im Anschluß an die Messe ein sehr gut eingeübtes Theaterstück über die drei Hirtenkinder und die Marienerscheinungen von Fatima (1917) aufgeführt, wovon die vier Bilder am Rand ein wenig sprechen, während das in der Mitte zur Begrüßung in Adler gehört.

Samstag, 22. April 2017

Dritter Besuch am Schwarzen Meer in diesem Jahr

In diesen Minuten beginnen für mich zwei Tage mit unseren katholischen Christen in Sotschi und Adler. 

Kurzbesuch geht zu Ende

Die Zusammenfassung der Eindrücke Georgs (13) am Ende der Reise an die Wolga klang so: "Hier in Russland ist alles besser." Auf Nachfrage kamen auch die Details: "Hier gibt es viele Hunde auf der Straße, hier darf man jeden Tag Feuerwerke in die Luft schießen. Das Essen schmeckt gut..." - schon heute kehren meine vier Gäste nach Deutschland zurück. Übermorgen müssen die Kinder wieder in die Schule. Es war ein schönes und ganz besonderes Ostergeschenk, dass mein Bruder mit Familie zu mir gekommen waren.

Donnerstag, 20. April 2017

4 Heiligenstädter an der Wolga


Einer von denen, die derzeit Besuch aus Deutschland haben, bin ich. Mein Bruder Benno mit Familie ist für drei Tage an die Wolga gekommen. Die Reise fällt mit dem zehnjährigen Bestehen des Sankt Clemens Vereins zusammen, was seine Initiative war, und wofür wir mehr und mehr danken müssen.