Montag, 24. April 2017

Etwas mehr unterwegs als zu Hause

Wenn es einen Direktflug gäbe, wären es zwei Stunden von Sotschi nach Saratow, so aber brauchte ich für den Heimweg, wie gewöhnlich, nachdem ich eine Pfarrei besuchte, einen ganzen Tag. Ich erreichte Saratow kurz vor Sonnenuntergang. So kann man sich vorstellen, dass ich bei zwei Tagen in der Gemeinde und zwei Tagen unterwegs, mehr als eine halbe Woche abwesend bin und dass mir nur drei Tage für's Büro bleiben. So wäre es jedenfalls, wenn ich jedes Wochenende eine Pfarrei besuchen würde. Diesmal sind es nur anderthalb Tage bis zur nächsten Reise. Mittwoch Mittag fahren wir nach Astrachan ab, wo Donnerstagabend die diesjährige Pastoralkonferenz unseres Bistums beginnt. Über 100 Teilnehmer haben sich angemeldet.

Sonntag, 23. April 2017

Weißer Sonntag am Schwarzen Meer


Er wird auch Barmherzigkeitssonntag genannt, der 2. Ostersonntag, bzw. der Weiße Sonntag. Ich feierte ihn zuerst mit der Gemeinde in Sotschi, dann mit den Gläubigen in Adler. Dort haben uns die Kinder im Anschluß an die Messe ein sehr gut eingeübtes Theaterstück über die drei Hirtenkinder und die Marienerscheinungen von Fatima (1917) aufgeführt, wovon die vier Bilder am Rand ein wenig sprechen, während das in der Mitte zur Begrüßung in Adler gehört.

Samstag, 22. April 2017

Dritter Besuch am Schwarzen Meer in diesem Jahr

In diesen Minuten beginnen für mich zwei Tage mit unseren katholischen Christen in Sotschi und Adler. 

Kurzbesuch geht zu Ende

Die Zusammenfassung der Eindrücke Georgs (13) am Ende der Reise an die Wolga klang so: "Hier in Russland ist alles besser." Auf Nachfrage kamen auch die Details: "Hier gibt es viele Hunde auf der Straße, hier darf man jeden Tag Feuerwerke in die Luft schießen. Das Essen schmeckt gut..." - schon heute kehren meine vier Gäste nach Deutschland zurück. Übermorgen müssen die Kinder wieder in die Schule. Es war ein schönes und ganz besonderes Ostergeschenk, dass mein Bruder mit Familie zu mir gekommen waren.

Donnerstag, 20. April 2017

4 Heiligenstädter an der Wolga


Einer von denen, die derzeit Besuch aus Deutschland haben, bin ich. Mein Bruder Benno mit Familie ist für drei Tage an die Wolga gekommen. Die Reise fällt mit dem zehnjährigen Bestehen des Sankt Clemens Vereins zusammen, was seine Initiative war, und wofür wir mehr und mehr danken müssen. 

Mittwoch, 19. April 2017

Emmaus an der Wolga (2017)

Wir waren über 30 Personen zum alljährlichen Emmausgang, der uns wegen des sehr kühlen Wetters nur bis nach Marx führte. So aber hatten wir die Möglichkeit, die Kirche für den geistlichen Teil zu nutzen, und Kloster und Garten für das Mahl und den (sehr) geselligen Teil im Anschluss daran. Mit denen, die bis zum Abend blieben, darunter insgesamt 10 Gäste aus Deutschland, machten wir dann diesen Familienfoto-ähnliche Bild. 
Emmaus - Sicher dürfen wir auch die Freude dieses Tages als ein Zeichen der Gegenwart Jesu auf unserem Weg verstehen. 

Dienstag, 18. April 2017

Alles ein bißchen extrem

... die beiden Herren da drüben auf dem Dach entdeckt? (Sonst müßten Sie eben mal das Foto anklicken und vergrößern.) Nein, die sind nicht lebensmüde, im Gegenteil, sie verdienen sich etwas zum Leben: ohne Gerüst, Hebebühne oder Feuerwehrleiter reparieren sie eine Dachrinne. Wie klug das ist, darüber läßt sich vermutlich streiten. Sie fielen mir in der Mittagspause auf, zu der ich vom immer noch "neuen Büro" nach Hause gekommen war. 

Heute Abend kehren die sechs Schirgiswalder Gäste von ihrem Ausflug aus Wolgograd nach Marx zurück. Fast 1.000 km im Auto. (Gestern hin, heute zurück.) Und vier Heiligenstädter kommen kurz vor Mitternacht in Saratow an. (Sie dürften jetzt gerade über Berlin oder schon über die Oder fliegen.) Morgen haben wir ein paar gemeinsame Stunden in Marx geplant, den sogenannten Emmausgang, allen winterlichen Temperaturen zum Trotz. 

Zum Schutz der Personen, sollte man im Internet nicht alles schreiben. Allgemein möchte ich dennoch sagen, dass wir momentan zwei sehr schwerkranke junge Priester haben, für die wir beten, und für die ich um Gebet bitten möchte. Beiden geht es wesentlich schlechter als den zwei Männern da drüben auf dem Dach.