Samstag, 18. März 2017

Zu schnell

Die Fastenzeit läßt sich nicht verschieben. Auf meinem Küchentisch, den ich wegen der Reisen im März leider nur selten zu sehen bekomme, steht ein sehr guter Kalender für diese Wochen. Er heißt, glaube ich: "40 Tage ohne sofort" und scheint sich zum Ziel gesetzt zu haben, die Übereiligen auszubremsen, z.B. mit einem Foto eines noch grünen Apfels und den Worten daneben: "Hetz mal den Apfel reif." 
Gut, eine Reise steht noch bevor, vorerst. Aber auch das soll mich nicht davon abhalten, noch einmal in Ruhe zurückzuschauen. Auch wenn es andere Dinge gab, die während unserer Vollversammlung (klingt gewaltig) der Bischofskonferenz in Sotschi von Bedeutung waren, und von denen sicher der eine ober andere an Russland Interessierte in den kommenden Tagen noch lesen oder hören wird, meine dankbarste Erinnerung ist die an die schon erwähnte Abendmesse des 16. März. Ich war wirklich lange nicht in Sotschi gewesen, aber die Leute haben es mir nicht übel genommen. Gab es doch diese und jene Verbindung in den letzten zwei Jahren! Es war wie nach Hause kommen. Und so ist es häufig, sicher auch in den anderen Bistümern hier bei uns. Sicher hat das Pfarrteam gewichtigen Anteil am Zusammenhalt der Gemeinde. Es ist aber auch etwas Kindliches in unseren Gläubigen, dass sie so herzlich und fröhlich macht. Da muss man nicht mitspielen, da kann man einfach, ganz einfach mit sein.