Sonntag, 11. Juni 2017

Auf zum Dreifaltigkeitssonntag nach Blagoveshenka!


Das herbstliche Bild stammt nicht von mir, sondern von der Homepage der Pfarrei. Es beschreibt die Gegend: Naltchik, Kabardino-Balkarien. Heute werden sich katholische Christen aller drei Gemeinden der Kaukasusrepublik in Blagoveshenka versammeln. Man könnte auch sagen: alle drei sind eins; eine Gemeinde, eine Familie, Brüder, Schwestern. Sie kennen sich alle persönlich. Dort in der Dorfkirche werde ich das Sakrament der Firmung spenden. Das Fest geht anschließend weiter. Bis zum Abend bleiben wir dort. Ich werde syrischen Flüchtlingen begegnen, Eltern von mir gut bekannten Jugendlichen treffen, vielleicht, wenn es die Zeit erlaubt, mit den Kindern (und den fünf Pferden der Pfarrgemeinde) einen kleinen Ausflug unternehmen. In dem vom Alkohol geplagten Dorf leben Christen, die sich hingebungsvoll der Kinder annehmen, solange es für sie nicht zu spät ist. Wie ich gestern vom orthodoxen Dekan der Region hörte, plant man ein Reha-Zentrum für ehemals Süchtige im Dorf.
Was ich predigen werde? Ich werde jedenfalls nicht damit beginnen, dass es schwer ist, über die Dreifaltigkeit zu sprechen. Die Wolke, von der in der ersten Lesung der Messe die Rede ist, kommt mir zu Hilfe. Ich möchte versuchen, vom "in Gott (gehüllt) Sein" zu sprechen, davon, wie er ist, und was es mit der Verantwortung auf sich hat, die er uns "zu-mutet". Bei uns ist heute, wie gesagt, Firmung.

Nachtrag am Abend. Selten und nur mit dem Handy habe ich natürlich ein paar Fotos gemacht:

Hier wird mein Messgewand gebügelt.

Erstes Bild nach dem Firmgottesdienst

Mittagessen für alle

Die Dorfkirche im Stil des 10. Jahrhunderts (Damals gab es Kirchen im Kaukasus.)

In Blagoveshenka können alle Kinder der Pfarrgemeinde reiten.

Der Regen nahm nicht die Freude am Fest.

Heimfahrt im Bus nach Nalchik, anderthalb Stunden.