Freitag, 14. Juli 2017

Fatima - Köln

Es war nicht von vornherein so geplant. Während unsere Pilgergruppe noch bis Samstagabend in Fatima und Lissabon bleibt, bin ich heute unterwegs zur Beisetzung von Kardinal Joachim Meisner in Köln. 
Somit sind die Wallfahrtstage in Fatima schnell zu Ende gegangen. Schließlich waren wir vier Pilgergruppen aus Russland mit insgesamt ca. 120 Personen. Für ein gemeinsames Foto hat die Zeit nicht gereicht. Wichtiger als die geographische Herkunft war die Freude an der Zugehörigkeit zur weltweiten Familie der Kirche.
Am Abend: Im Kölner Priesterseminar bin ich, wie viele andere Gäste, herzlich aufgenommen worden. Ich erinnere mich nicht, einmal eine so lebendig-ruhige Atmosphäre in Deutschland erlebt zu haben. Es geht sehr brüderlich zu, offen, interessant und interessiert. Mit einer Namensliste derer, mit denen ich in den vergangenen Stunden zusammen gesessen habe, könnte ich manche neidisch machen. Aber nicht darum geht es. Morgen werden wir gemeinsam beten und den toten Körper von Kardinal Meisner ins Grab legen. Er hatte seinen Dienst unter die Worte "Spes nostra firma" (aus dem 2. Korinterbrief) gestellt: "Unsere Hoffnung (für Euch) ist fest". Hoffnung hat ein Ziel. Möge seine Seele jetzt dort sein, wo sie Hoffnung und Glaube ablegt, um für alle Ewigkeit in die Liebe einzutauchen.