Montag, 7. August 2017

Verspätung

Schade, jetzt kommt mein Plan ein bißchen durcheinander. Der lange Flug von Novosibirsk nach Moskau war ausgesprochen turbulent, aber auch genauso pünktlich. Bereits 6.10 Uhr kam die Maschine an. Nun aber heißt es: Verspätung des Weiterfluges nach Saratow bis 13.00 Uhr. Einen wichtigen Termin in Saratow kann ich deshalb heute nicht wahrnehmen. Morgen bin ich wieder wo anders...
Der Kalender für die Woche ist nicht überladen, aber Lücken hat er auch nicht: Heute Büro. Di - Do Exerzitien für Jugendliche (Thema: Berufung), Fr - Mo Besuch in Alexejewka, einschließlich An- und Rückreisetage.
Ein paar unerwartete und erfreuliche Neuigkeiten der letzten Tage sind, erstens, der "Besuch" Kardinalstaatssekretärs Parolin übernächste Woche im Bistum Sankt Clemens. Das hängt damit zusammen, dass sein Treffen mit Präsident Putin in Sotschi stattfinden wird.  Und zweitens, die vorerst mündliche Information, dass wir katholischen Bischöfe aus Russland zum lange erwarteten Ad-Limina-Besuch nach Rom gerufen sind, Ende Januar 2018. (Das verlangt eine aktuelle, intensive und weitgefächerte Vorbereitung.) Unseren letzten Ad-Limina-Besuch hatten wir Ende Januar 2009, damals noch bei Papst Benedikt XVI. Hier ein kleiner Ausschnitt aus seiner damaligen Ansprache an uns:
"Liebe Brüder im Bischofsamt, ihr habt täglich nicht wenige Sorgen zu bewältigen. Ich ermahne euch daher, nicht den Mut zu verlieren, wenn die kirchlichen Wirklichkeiten euch manchmal bescheiden vorkommen und die Ergebnisse, die ihr in der Seelsorge erzielt, den aufgebotenen Kräften nicht zu entsprechen scheinen. Nährt vielmehr in euch und in euren Mitarbeitern einen wahren Geist des Glaubens, im Bewußtsein, das ganz dem Evangelium entspricht: daß Jesus Christus euren Dienst durch die Gnade seines Geistes zu Ehren des Vaters fruchtbar machen wird, gemäß den Zeiten und Weisen, die nur er kennt. Fördert und pflegt auch weiterhin mit anhaltendem Bemühen und unter ständiger Aufmerksamkeit die Berufungen zum Priestertum und zum Ordensleben: Die Berufungspastoral ist in unseren Zeiten besonders notwendig. Tragt Sorge, die Priester mit demselben Eifer auszubilden, den Paulus gegenüber seinem Schüler Timotheus zeigte, damit sie wirkliche »Männer Gottes« seien (vgl. 1 Tim 6,11). Seid ihnen Väter und Vorbilder im Dienst an den Brüdern; ermutigt ihre Brüderlichkeit und Freundschaft und Zusammenarbeit; unterstützt ihre ständige Weiterbildung in der Lehre und im geistlichen Leben. Betet für die Priester und gemeinsam mit ihnen, im Wissen, daß nur derjenige, der von Christus und in Christus lebt, sein treuer Diener und Zeuge sein kann. Ebenso muß euch die Ausbildung der geweihten Personen und das geistliche Wachstum der gläubigen Laien am Herzen liegen, damit sie ihr Leben als eine Antwort auf die allgemeine Berufung zur Heiligkeit verstehen, die ihren Ausdruck finden muß in einem konsequenten Zeugnis vom Evangelium in allen Situationen des Alltags."