Samstag, 2. September 2017

Ankunft in Stawropol

"Sei gelobt mein Herr, durch Bruder Flugzeug", so möchte ich manchmal den Sonnengesang des heiligen Franziskus fortsetzen. Wie könnte ich sonst die Pfarrgemeinden in meinem Bistum besuchen?! Heute Morgen bin ich erst um 10.00 Uhr aus dem Haus gegangen. Und 14.58 Uhr landete ich schon in Stawropol, trotz des Umsteigens in Moskau! Zugegeben, eine Stunde Zeitverschiebung kam mir dabei entgegen. Und trotzdem!
Der Flughafen liegt 12 km vor der Stadt. Pater Jaroslaw holte mich ab und gab mir unterwegs eine Einführung in den Stand der Dinge: was schon alles geschafft sei, seit er hier ist, wie gut die Kontakte zum orthodoxen Ortsbischof sind, und dass sein Name auch schon im Rathaus bekannt sei.
Die kleine Gemeinde hat sich den seligen Pater Bukowinski zum besonderen Patron erkoren. Sie beten hier täglich um seine Fürsprache. Zwar würde heute noch bis Mitternacht gearbeitet werden, aber morgen wird die monatelange Generalreparatur der Wohnung in unserer ehemaligen Kirche (erbaut 1845) fertig sein. Es gibt da auch eine Kapelle. Wir werden Eucharistie feiern, an einem Ort, der eben dafür bestimmt war, vor 172 Jahren, als er von einem Priester geweiht wurde, und an dem das ungefähr 100 Jahre lang nicht möglich war. Die Quellen sind lückenhaft. Es könnte aber gut sein, dass morgen zum ersten Mal ein Bischof in diesen Mauern mit seiner Gemeinde betet. Sei gelobt, mein Herr, ...