Sonntag, 3. Dezember 2017

Erster Advent im Nebel


Mehr Stimmung als Information, mehr Information als Qualität ... Das Bild ist kurz vor dem Abflug gemacht. Hoffentlich! Denn noch ist nicht sicher, ob die Abendmaschine nach Moskau heute fliegen wird. Nebel ...! Eine Stunde Verspätung ist schon versprochen. Noch zwei, und der Anschluss in Moskau ist weg. Schwester Marina und Schwester Anastasia sind zu einem Treffen in Novosibirsk unterwegs, das morgen Vormittag beginnen soll: 1,2 plus 4 Flugstunden. Mitarbeiter aller vier katholischen Bischöfe in Russland versammeln sich dort. Pater Diogenes, der Generalvikar, will auch verreisen. Morgen früh halb sieben ... werden die Aussichten auf einen pünktlichen Abflug noch geringer als heute sein, denn Temperatur und Luftfeuchtigkeit steigen.
Obwohl in unserer Saratower Kathedrale renoviert und gestaltet wird, feierten wir heute den Ersten Adventssonntag mit Gerüst und provisorischen Mikrophonen nicht im Gemeindesaal, sondern in der Kirche. Die erste Lesung war mir Grund genug für die Predigt. Jesaja, der nicht sein Volk zur Umkehr ruft, sondern seinen Gott. "Kehr' um, deiner Knechte zuliebe ..." (Jes 63,17) Gut, die deutsche Einheitsübersetzung klingt ein klein wenig anders. Aber es stimmt schon: Die erste Lesung im Kirchenjahr ("Lesejahr B") ruft Gott zur Umkehr, womit Jesaja bekennt: "Gott, ohne dich können wir nichts. Probier's nochmal! Wir sind der Ton, du bist der Töpfer." Am Ende der Messe fing ich an, der Gemeinde spontan zu erklären, wie die Kirche demnächst aussehen wird und was heute schon davon zu sehen ist. Dann bemerkte ich aber - hoffentlich noch rechtzeitig, dass ich so viel zum Was und Warum erzählen könnte, dass wir dafür einen anderen, speziellen Zeitpunkt wählen sollten.