Donnerstag, 7. Dezember 2017

Georg-Matulaitis-Haus

Haus- und Wohnungssegnungen sind üblich beim Einzug der Bewohner, aber auch jährlich am (oder kurz nach dem) Dreikönigsfest. Gestern vor genau 10 Jahren durfte ich einen Neubau segnen, den wir nach dem Gründer unserer Schwesterngemeinschaft in Marx benannten: das Georg-Matulaitis-Haus. Hier ist Platz für junge Mädchen, die dort wo sie herkommen, in der Regel keine Möglichkeit zur Berufsausbildung hatten. Außerdem beherbergt das Gebäude seit ein paar Jahren ein Kinderzentrum der Caritas. Marx ist zwar nur eine russische Kleinstadt, die immer noch irgendwie im hundertjährigen Dornröschenschlaf liegt, aber Möglichkeiten etwas zu lernen oder gar zu studieren gibt es schon. Gestern Abend begingen wir mit großer Dankbarkeit den 10. Jahrestag der Einweihung des Hauses. Es fielen Namen wie der des Ehepaares Skowronnek und der Münsterschen Dr. Heinrich Linnenbrink Stiftung, die der Tanten Valentina und Polina, die von Norbert Laubstein und Ottmar Steffan, die Namen vieler Schwestern, besonders Schwester Marina ... All das sagt dem Leser sicher wenig. Für manche junge Frauen jedoch, hier bei uns, verbirgt sich dahinter der Anfang einer Perspektive fürs Leben.