Dienstag, 5. Dezember 2017

Mit Vitaminen durch den russischen Winter

Markthalle Saratow 1915
Der Hausmeister unserer Pfarrei liegt mit Fieber im Bett. Es ist Zeit für Erkältungen, Grippe und dergleichen. Ich versuche, dem mit Vitaminen und einem täglichen Spaziergang (Foto) zu entgehen. Im letzten Winter war das ein gutes Rezept. Wahrscheinlich werde ich auch Weihnachtsspenden (falls welche kommen) eher in Vitamine als in Schokolade umsetzen, bevor ich sie weiterreiche, besondern auf dem Land. Jetzt Pakete zu schicken, hat kaum noch Sinn. 4 Wochen sind sie mindestens unterwegs. Und da ist Neujahr - arbeitsfrei, auch bei der Post, bis 8. Januar, womit dann - seit es weltweite Internet-Läden gibt - auch der Kollaps in den Zollämtern und Poststellen vorprogrammiert ist.
Heute Abend bekomme ich Kurzbesuch von einem Priester aus dem Bistum, der zweimal 23 Stunden im Zug unterwegs ist, nur wegen eines Gesprächs mit mir. Kurz nach Mitternacht bringe ich ihn bereits wieder zum Bahnhof. Ob ich wohl unterwegs den heiligen Nikolaus treffen werde? Beim heutigen Mittagessen in der Pfarrei stellte ich fest, dass unsere "sooo wichtige Tradition" des Schuheputzens und der nächtlichen Geschenke hier vielen gar nicht bekannt ist. Manchmal ist unser deutscher Horizont doch eben nur einer.