Montag, 12. Februar 2018

Die gestrige Flugzeugkatastrophe

... hat mich natürlich nicht gleichgültig gelassen. Die 71 Toten, die vielen Verwandten und Freunde, ... Aber eben auch die Tatsache, dass es "unsere" Saratower Fluggesellschaft war, der ich mich in den vergangenen 26 Jahren Hunderte Mal anvertraut habe; dass ich auf dem Weg zum Ad-limina-Besuch nach Rom, aller Wahrscheinlichkeit nach, genau mit dieser Maschine von Saratow nach Moskau geflogen bin (und beunruhigt über die linke Turbine war), ... Alles zusammen bedrückt emotional. Ich war einer von vielen, die gestern abend in unsere Pfarrei nach Orsk anriefen, um mich zu versichern, dass es allen gut geht. Heute wurde vielerorts für die Verunglückten gebetet. So auch in unserer Kathedrale. Als ich am Abend nach einer Wohnungssegnung nach Hause kam, fuhr ich noch kurz zum Flughafen. Dort, wo Saratower Einwohner am Nachmittag Nelken niedergelegt und Kerzen aufgestellt hatten, als Zeichen der Verbundenheit, Trauer, Hilflosigkeit und des Schmerzes, wollte ich für die Saratower Besatzung und die 65 Passagiere, hauptsächlich aus Orsk und Umgebung, um Gottes Barmherzigkeit beten. Die letzte Maschine war um 20.00 Uhr gelandet. Drei weitere (aus Moskau, Sankt Petersburg und Surgut) werden kurz vor Mitternacht erwartet. Es wäre still gewesen, dort vor dem Flughafengebäude, wenn nicht immer wieder Autos mit lauter Musik, trotz geschlossener Scheiben vorbeigefahren wären. Was ist der Mensch, ... (Fortsetzung im Psalm 8 Vers 5: dass du an ihn denkst!?)