Freitag, 9. Februar 2018

Einmal ins Heilige Land

Ich weiß, es passt nicht ins Klischee einer armen Kirche, wenn ich aller drei/vier Jahre im Bistum nach Priestern und Ordensleuten frage, die noch nie im Leben im Heiligen Land waren. Nicht nur als ehemaliger (eingeschlossener) DDR-Bürger, sondern vielmehr als Bischof, halte ich es für unvergleichlich wichtig und hilfreich, dass gerade jene, die Jesus von Nazareth auf dem Weg einer geistlichen Berufung folgen, einmal mit eigenen Füßen dort gestanden haben, in Betlehem, Nazareth, Kafarnaum, am Jordan, in Jericho, Jerusalem, ... Es ändert die Katechese, die Predigt und das persönliche geistliche Leben. Es klärt und vertieft. Und, ich denke, es hilft, den ureigenen Weg, hier in Russland, in lebendigerem Glauben und mit größerem Vertrauen zu gehen.
Heute Nacht fliegen 27 solche Pilger von Moskau nach Tel Aviv. Von Morgen früh bis Aschermittwoch Abend (fast 5 Tage) werden sie auf den Spuren Jesu wandeln. Die Freude war schon vor der Abreise groß. Pater Diogenes, mein Generalvikar, hat die Leitung der Gruppe übernommen. Dass wir uns manchmal solche Unternehmungen leisten können, liegt an vielen guten Freunden, die uns vertrauen.